UNESCO

        • Global Citizenship Education

      • Juni 2026

        • Grenzen überwinden – Projekttag an der Staatlichen Regelschule „Georg Kresse“ Triebes

        • Grenzen überwinden – unter diesem Motto stand der diesjährige UNESCO-Projekttag an der Staatlichen Regelschule „Georg Kresse“ Triebes. Ganz im Sinne der Ziele der UNESCO-Projektschulen beschäftigten sich alle Klassen der Schule auf vielfältige und kreative Weise mit den Themen Frieden, Demokratie, kulturelle Vielfalt und nachhaltige Entwicklung. Dabei wurde deutlich: Grenzen sind nicht nur geografische Linien, sondern können auch im Denken, im Handeln und im Miteinander überwunden werden.

          Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a näherten sich dem Motto auf ganz praktische Weise. Sie bauten verschiedene Brücken und setzten sich dabei mit der Bedeutung von Verbindungen auseinander. Die entstandenen Bauwerke standen symbolisch dafür, Menschen, Ideen und Kulturen miteinander zu verbinden – anstatt sie voneinander zu trennen.

          Eine kulinarische Reise durch Europa unternahm die Klasse 5b. Mit viel Engagement bereiteten die Schülerinnen und Schüler Spezialitäten aus verschiedenen europäischen Ländern zu. Griechisches Baklava, belgische Waffeln, englische Scones sowie dänisches Smørrebrød luden dazu ein, neue Geschmäcker kennenzulernen und die kulturelle Vielfalt Europas mit allen Sinnen zu erleben. Gemeinsam wurden die Speisen verkostet und darüber gesprochen, wie Essen Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander verbindet.

          Unter dem Motto „Grenzen überwinden – eine Reise durch Europa“ begaben sich die Klassen 7a und 7b auf eine spannende Entdeckungsreise. Eingestimmt durch die Eurovisionsfanfare erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst, wie Europa der griechischen Sage nach zu seinem Namen kam. Im Mittelpunkt stand dabei die Geschichte von der Prinzessin Europa und dem Stier. Anschließend verschafften sich die Lernenden einen Überblick über die Staaten Europas und trugen diese in eine Europakarte ein.

          In Kleingruppen recherchierten die Schülerinnen und Schüler anschließend zu ausgewählten europäischen Ländern. Neben Informationen über Hauptstädte, Bevölkerungszahlen und Autokennzeichen sammelten sie Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten, Gebirgen, Flüssen und typischen Speisen. Auch die Landesflaggen wurden kreativ gestaltet. Die Ergebnisse hielten die Gruppen auf Plakaten fest und präsentierten sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Die gemeinsame Europareise führte von Deutschland über Tschechien, Ungarn, Italien und Kroatien bis nach Schweden.

          Die übrigen Klassen widmeten sich dem Überwinden sportlicher Grenzen. Im Rahmen des Projekttages stellten sie ihre Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination unter Beweis und legten die Disziplinen für das Deutsche Sportabzeichen ab. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass persönlicher Erfolg nicht nur im Wettbewerb mit anderen entsteht, sondern vor allem durch das Erreichen eigener Ziele, gegenseitige Unterstützung und den Mut, die eigenen Grenzen immer wieder neu auszuloten.

          Der Projekttag zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig das Motto „Grenzen überwinden“ umgesetzt werden kann. Ob beim Bauen von Brücken, beim gemeinsamen Kochen, beim Entdecken Europas oder beim sportlichen Messen der eigenen Leistungsfähigkeit – überall standen Offenheit, Zusammenarbeit, gegenseitiger Respekt und das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt. So leisteten die Schülerinnen und Schüler einen aktiven Beitrag zu den Werten der UNESCO-Projektschulen und machten deutlich, dass Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann.

          Passend dazu erinnert ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker an die eigentliche Bedeutung des Mottos:

          „Es geht nicht darum, Grenzen zu verschieben, sondern ihnen den trennenden Charakter für die Menschen zu nehmen.“

          Mit ihrem Projekttag hat die Staatliche Regelschule „Georg Kresse“ Triebes ein eindrucksvolles Zeichen für ein friedliches Miteinander, kulturelle Vielfalt und ein Europa gesetzt, das verbindet statt trennt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Grenzen in ganz unterschiedlichen Bereichen des Lebens überwunden werden können – durch Neugier, Kreativität, Teamgeist und den Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen.

          Anja Küchler
          Landeskoordinatorin der Thüringer UNESCO-Projektschulen

      • März 2026

        • Welttag der Poesie: Ein Fest der Worte und Kreativität

        • Der UNESCO-Welttag der Poesie wird seit 25 Jahren gefeiert und würdigt den unschätzbaren Wert der Poesie in unserer Gesellschaft. An diesem besonderen Tag wird die Vielfalt des Kulturguts Sprache hervorgehoben und die Bedeutung mündlicher Traditionen in den Vordergrund gerückt. Poesie ist nicht nur eine Kunstform, sondern auch ein Ausdruck von Emotionen, Gedanken und kulturellem Erbe.

          In diesem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a und 7b der UNESCO-Projektschule „Georg Kresse“ Triebes anlässlich des Welttags der Poesie ihre kreativen Talente unter Beweis gestellt. Sie schrieben mit viel Hingabe deutsche und englische Gedichte, die sich mit den Themen Frühling und Ostern beschäftigten. Jedes Gedicht wurde von den Schülerinnen und Schülern handschriftlich verfasst und kreativ gestaltet, was den persönlichen Ausdruck und die Individualität der jungen Dichterinnen und Dichter unterstreicht.

          Ein Höhepunkt des Projekts war eine Unterrichtsstunde, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Gedichte den Viertklässlern der Staatlichen Grundschule Triebes vortrugen. Diese Lesung war nicht nur eine Gelegenheit, ihre Werke zu präsentieren, sondern auch eine Möglichkeit, die Liebe zur Poesie und zur Sprache mit den jüngeren Mitschülern zu teilen. Die Viertklässler lauschten gespannt und waren begeistert von den kreativen Ideen und der Ausdruckskraft der älteren Schülerinnen und Schüler.

          Nach der Lesung wurden die Gedichte als herzlicher Willkommensgruß an die zukünftigen Regelschüler in Klasse 5 verschenkt. Diese Geste soll nicht nur den neuen Schülerinnen und Schülern den Einstieg erleichtern, sondern auch eine Tradition ins Leben rufen, die den Wert von Poesie im Schulleben betont. Gedichte sind ein wunderbarer Ausdruck für den Umgang mit Sprache und Kultur und können Brücken zwischen den Generationen schlagen.

          Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a und 7b hoffen, dass diese Initiative im kommenden Jahr fortgesetzt wird und dass die Poesie weiterhin einen festen Platz im Schulalltag einnimmt. Denn Poesie ist mehr als nur ein literarisches Genre – sie ist ein Teil unserer Identität und ein wertvolles Mittel, um Gedanken und Gefühle auszudrücken. Lassen Sie uns gemeinsam den Welttag der Poesie feiern und die Kraft der Worte in unserem Leben würdigen!

          Anja Küchler

      • März 2026

        • Gedichte schenken, Freude teilen - Gift a Poem“-Day an unserer Schule

        • Im Rahmen des internationalen „Gift a Poem“-Day beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b unserer Staatlichen Regelschule „Georg Kresse“ mit großer Begeisterung an einer besonderen Aktion. Der Initiative liegt die schöne Idee zugrunde, dass das Verschenken von Gedichten eine tief im Menschen verankerte Handlung ist – ein Ausdruck von Freundschaft, Trost, Hoffnung und dem Wunsch nach Frieden.

          Passend zum Frühling verfassten die Schülerinnen und Schüler handgeschriebene Gedichte in deutscher und englischer Sprache. Mit viel Kreativität und Sorgfalt gestalteten sie ihre Werke mit frühlingshaften Motiven wie Blumen, Sonne und erwachender Natur. So entstanden ganz persönliche kleine Kunstwerke, die nicht nur sprachlich, sondern auch visuell berührten.

          Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation einiger ausgewählter Gedichte im Rahmen des Tages der offenen Tür. In Kooperation der Staatlichen Regelschule „Georg Kresse“ mit der Staatlichen Grundschule Triebes führten Regel- und Grundschüler sowie ehemalige Schülerinnen ein Eröffnungsprogramm vor einem Publikum aus Eltern, Lehrkräften sowie zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässlern als auch Regelschülerinnen sowie Regelschülern vor. Drei Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 trugen ihre Gedichte vor und mit ihren Worten schufen sie eine warme, einladende Atmosphäre und gaben einen eindrucksvollen Einblick in die kreative Arbeit der Klassen.

          Im Anschluss wurden die liebevoll gestalteten Gedichte verschenkt: an Kinder aus dem Kindergarten, die im August eingeschult werden, sowie an die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen. Diese Geste des Willkommens sollte den zukünftigen Schulkindern zeigen, dass sie an unserer Schule herzlich aufgenommen werden und ihnen ein guter Start ins Schulleben bereitet wird.

          Die Aktion war ein voller Erfolg und hat einmal mehr gezeigt, wie kraftvoll Sprache sein kann – besonders dann, wenn sie von Herzen kommt und geteilt wird.

          Anja Küchler und Marcus Grünler
          Klassenlehrer Klasse 5a und 5b

      • Januar 2025

        • Ein Tag in der Justiz – Demokratie und Rechtsstaat hautnah erleben

        • Menschenrechts- und Demokratiebildung am Amtsgericht Greiz

          Wie funktioniert eigentlich ein Gericht? Welche Aufgaben haben Richter, Staatsanwälte und Rechtspfleger? Und welche Bedeutung hat eine unabhängige Justiz für unsere Demokratie? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 der Staatlichen Regelschule „Georg Kresse“ Triebes bei einem besonderen Projekttag im Amtsgericht Greiz.

          Im Rahmen des WRT-Unterrichts (Wirtschaft, Recht, Technik) nahmen die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrkräften am Projekt „Ein Tag in der Justiz“ teil. Dabei konnten sie die im Unterricht behandelten Themen rund um Recht, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung unmittelbar in der Praxis erleben.

          Einblicke in unser Rechtssystem
          Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtsgerichts erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Einführung in die verschiedenen Bereiche der Justiz. Sie erfuhren, welche Aufgaben Gerichte übernehmen und wie unterschiedliche Gerichtsbarkeiten organisiert sind.

          Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein funktionierendes und unabhängiges Rechtssystem für eine demokratische Gesellschaft ist. Gesetze regeln nicht nur das Zusammenleben, sondern schützen auch die Rechte und Freiheiten jedes Einzelnen. Für die Jugendlichen bot sich so die Gelegenheit, theoretisches Wissen aus dem Unterricht mit konkreten Beispielen aus dem Justizalltag zu verbinden.

          Eine echte Gerichtsverhandlung miterleben
          Ein besonderer Höhepunkt des Projekttages war der Besuch einer realen Gerichtsverhandlung. Die Schülerinnen und Schüler konnten unmittelbar beobachten, wie ein Verfahren abläuft, welche Regeln und Formalitäten eingehalten werden müssen und welche Aufgaben die verschiedenen Beteiligten übernehmen.

          Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung waren nun nicht mehr nur Begriffe aus dem Unterricht. Die Jugendlichen konnten erleben, wie Argumente vorgetragen, Sachverhalte geklärt und rechtliche Entscheidungen vorbereitet werden. Besonders eindrucksvoll war dabei zu sehen, dass gerichtliche Entscheidungen auf festgelegten Regeln und Verfahren beruhen.

          Gerade im Hinblick auf die Menschenrechts- und Demokratiebildung war diese Erfahrung von besonderer Bedeutung. Ein demokratischer Rechtsstaat zeichnet sich dadurch aus, dass für alle Menschen die gleichen Gesetze gelten, Beschuldigte bestimmte Rechte besitzen und Entscheidungen nicht willkürlich, sondern auf Grundlage geltenden Rechts getroffen werden.

          Fragen an die Fachleute
          Im Anschluss an die Verhandlung erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an den Richter und die Staatsanwältin zu richten. Davon machten sie rege Gebrauch.

          Neben Fragen zum Ablauf eines Gerichtsverfahrens interessierten sich die Jugendlichen auch für den Berufsalltag in der Justiz. Welche Ausbildung oder welches Studium benötigt man? Welche Herausforderungen bringt die tägliche Arbeit mit sich? Wie geht man mit schwierigen Fällen um? Die offene Fragerunde ermöglichte authentische Einblicke und regte zu weiteren Gesprächen und Diskussionen an.

          Damit leistete der Projekttag zugleich einen Beitrag zur Berufsorientierung. Die Schülerinnen und Schüler lernten verschiedene Tätigkeitsfelder innerhalb der Justiz kennen und konnten sich über mögliche Ausbildungs- und Berufswege informieren.

          Der Gerichtssaal und seine Besonderheiten
          Ein weiterer interessanter Programmpunkt war die Präsentation von Herrn Pein, einem ehemaligen Rechtspfleger des Justizzentrums Gera und Mitglied des Fördervereins Rechtspflege Kunst und Kultur e. V.

          Anschaulich erklärte er den Jugendlichen den Aufbau eines Gerichtssaals und erläuterte, warum die einzelnen Beteiligten bestimmte Plätze einnehmen. Richterbank, die Plätze für Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie der Bereich für Zeugen haben jeweils eine bestimmte Funktion innerhalb eines Gerichtsverfahrens.

          Durch seine Erfahrungen aus der beruflichen Praxis konnte Herr Pein viele interessante Hintergrundinformationen vermitteln. Für die Schülerinnen und Schüler wurden dadurch die zuvor beobachteten Abläufe noch verständlicher.

          Rechtsstaatlichkeit als Grundlage unserer Demokratie
          Der Besuch im Amtsgericht zeigte eindrucksvoll, dass Demokratie- und Menschenrechtsbildung weit über das Lernen im Klassenzimmer hinausgeht. Demokratie benötigt verbindliche Regeln und Institutionen, die dafür sorgen, dass Rechte geschützt und Gesetze eingehalten werden. Eine unabhängige Justiz ist deshalb eine wesentliche Säule unseres demokratischen Rechtsstaates.

          Für unsere Schülerinnen und Schüler war „Ein Tag in der Justiz“ eine wertvolle Gelegenheit, diese Zusammenhänge unmittelbar zu erleben. Sie konnten ihr Wissen über das Rechtssystem erweitern, eigene Fragen stellen und gleichzeitig verschiedene Berufsfelder kennenlernen.

          Der Projekttag im Amtsgericht Greiz war somit eine gelungene Verbindung von Unterricht, Berufsorientierung sowie Menschenrechts- und Demokratiebildung. Er machte deutlich, wie wichtig Rechtsstaatlichkeit, faire Verfahren und die Gleichheit vor dem Gesetz für unser gesellschaftliches Zusammenleben sind.

          Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtsgerichts Greiz sowie allen Beteiligten, die diesen Projekttag ermöglicht und unseren Schülerinnen und Schülern einen so anschaulichen und praxisnahen Einblick in die Welt der Justiz gegeben haben.

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