UNESCO

        • Bildung für nachhaltige Entwicklung

      • Juni 2026

        • Gemeinsam für einen grünen Schulhof der Zukunft

        • Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen 26 °C beteiligten sich Schülerinnen und Schüler mehrerer Klassen im Rahmen des Projekts „10 grüne Schulhöfe für Thüringen“ an einem weiteren Arbeitseinsatz zur Umgestaltung unseres Schulgeländes. Unterstützt wurden sie dabei von der Dipl.-Ingenieurin für Landschaftsarchitektur, Frau Möschl, die das Projekt fachlich begleitet.

          Ziel des Projekts ist es, den bisherigen Schulhof gemeinsam neu zu denken und zu einem lebendigen Ort weiterzuentwickeln. Entstehen sollen vielfältige Außenräume, die zum Austoben, Naturerleben und Austausch einladen, aber auch Möglichkeiten zum Entspannen und Abschalten bieten. Gleichzeitig soll der grüne Schulhof als Lernort dienen, der den Unterricht bereichert und die Sinne auf vielfältige Weise anspricht.

          Seit dem Projektstart im September 2025 haben sich die Schülerinnen und Schüler bereits bei mehreren Arbeitseinsätzen aktiv und mit großem Engagement in den Gestaltungsprozess eingebracht. Auch heute packten sie tatkräftig an: Walderdbeeren und verschiedene Gräser wurden gepflanzt, Mineralgemisch transportiert und Erde aufgetragen. Dabei war der Einsatz bei den sommerlichen Temperaturen durchaus schweißtreibend – im wahrsten Sinne des Wortes.

          In den wohlverdienten Trink- und Erholungspausen konnten die Schülerinnen und Schüler die neu entstandenen Rückzugsorte bereits selbst ausprobieren. Die überdachten Sitz- und Relaxflächen wurden gerne genutzt und geben einen Vorgeschmack darauf, wie attraktiv der zukünftige Schulhof sein wird.

          Nicht jede Arbeit machte bei der Hitze gleichermaßen Spaß. Dennoch waren sich viele einig, dass sich die Anstrengung lohnt. Schließlich gestalten sie ihren Schulhof aktiv mit und leisten einen wichtigen Beitrag für kommende Schülergenerationen. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden alle Beteiligten mit Stolz sagen können: Wir haben diesen Ort mit unseren eigenen Händen mitgestaltet.

          Als UNESCO-Projektschule liegt uns insbesondere die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am Herzen. Das Projekt „10 grüne Schulhöfe für Thüringen“ greift diesen Gedanken in besonderer Weise auf. Die Schülerinnen und Schüler erleben dabei unmittelbar, wie sie ihre Umwelt aktiv mitgestalten und Verantwortung für nachhaltige Lebensräume übernehmen können. Durch die naturnahe Umgestaltung des Schulhofs werden ökologische, soziale und pädagogische Aspekte miteinander verbunden. So lernen die Jugendlichen nicht nur etwas über Nachhaltigkeit, sondern setzen diese ganz praktisch um – ein wichtiger Beitrag für eine lebenswerte Zukunft.

          So wächst Schritt für Schritt ein grüner Schulhof heran, der nicht nur Raum für Bewegung und Begegnung schafft, sondern auch Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Verantwortung erlebbar macht – Werte, die auch den UNESCO-Gedanken prägen.

          Anja Küchler

          Landeskoordinatorin der Thüringer UNESCO-Projektschulen

      • Oktober 2024

        • Gemeinsam für den Erhalt unserer Orchideenwiese

        • Ganz den Traditionen unserer UNESCO-Projektschule verpflichtet, beteiligten sich im Oktober 2024 die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 der Staatlichen Regelschule „Georg Kresse“ gemeinsam mit Lehrkräften und unserem Hausmeister an der Pflege der Orchideenwiese am Ortsteilausgang von Triebes. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz und setzten zugleich den Gedanken der Bildung für nachhaltige Entwicklung praktisch um.

          Ab der 3. Unterrichtsstunde ging es, ausgerüstet mit Rechen, Gabeln und Planen, hinaus in die Natur. Die zuvor gemähte Wiese musste gründlich beräumt und das Schnittgut von der Fläche entfernt werden. Durch diese regelmäßige Pflege werden wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die besondere Pflanzenwelt der Orchideenwiese erhalten bleibt.

          Dabei zeigte sich schnell, wie viel durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann. Getreu dem Motto „Viele Hände schaffen ein schnelles Ende“ packten alle tatkräftig mit an. Nach etwa drei Stunden gemeinsamer Arbeit war die Aufgabe geschafft. Neben körperlichem Einsatz waren dabei vor allem Teamarbeit, Ausdauer und gegenseitige Unterstützung gefragt.

          Gerade für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 ist die Übernahme zusätzlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil des Schullebens. Neben den wachsenden schulischen Anforderungen sollen sie erfahren, dass Verantwortung nicht am Schultor endet. Auch das Leben in der eigenen Stadt oder Gemeinde ist darauf angewiesen, dass Menschen bereit sind, sich einzubringen und gemeinsam Aufgaben zu übernehmen.

          Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet deshalb weit mehr als die Vermittlung von Wissen über Umwelt- und Naturschutz. Junge Menschen sollen lernen, die Folgen ihres Handelns zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten. Dazu gehört auch die Bereitschaft, sich für den eigenen Heimatort, seine Natur und seine Traditionen einzusetzen.

          Der Arbeitseinsatz auf der Orchideenwiese war somit ein gelungenes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit und die Umsetzung der UNESCO-Idee an unserer Schule. Die Jugendlichen konnten erleben, dass jeder Einzelne durch sein Engagement etwas bewirken kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Erhalt von Natur, Ortsleben und Traditionen nur gelingt, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam zu handeln.

          So blieb nach dem dreistündigen Einsatz nicht nur eine gepflegte Orchideenwiese zurück, sondern auch eine wichtige Erfahrung: Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür und lebt vom Engagement jedes Einzelnen.

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